Punkt 19:14 – Es macht mich wahnsinnig   // 2014

Einführungsrede von Dr. Ina Ewers-Schultz

1914, August, Mobilmachung, Kriegserklärung an Russland, an Frankreich. Einmarsch ins neutrale Belgien. Die Politiker verkaufen den Krieg als Verteidigungskrieg und die Massen sind begeistert. Vor dem Berliner Schloss versammeln sich am Nachmittag des 1. August 1914 Tausende von Menschen, um den Ablauf des deutschen Ultimatums an Russland mitzuerleben. Als um 17 Uhr ein Offizier am Schlosstor die Mobilmachung verkündet, singen die versammelten Massen den Choral „Nun danket alle Gott“. Klassengegensätze und soziale Spannungen sind vergessen, ebenfalls die Differenzen zwischen den Parteien. Ein Sturm nationaler Begeisterung bricht los, Jubel. Ein deutsches Nationalgefühl bricht sich Bahn, zum ersten Mal in dem noch jungen Nationalstaat und überdeckt alle Unterschiede. Das Gemeinschaftsgefühl triumphiert. Zwei Millionen Menschen werden in den ersten Tagen für den Kriegseinsatz mobilisiert. Hunderttausende melden sich freiwillig. Wir haben die Bilder im Kopf vom begeisterten Aufbruch. Der Glaube an die eigene Überlegenheit, an die Notwendigkeit dieses Krieges und an eine kurze Dauer bestimmt die Gedanken der Menschen. Finanzieren lässt sich das deutsche Kaiserreich den Krieg zum Großteil über Kriegsanleihen, begleitet von starker Propaganda. Auch die Heimatfront soll ihren Beitrag leisten. Die Masse ist euphorisiert und finanziert ihren Krieg selbst, diesen Krieg, den so viele mit ihrem Leben bezahlen werden oder mit ihrer körperlichen Unversehrtheit.

Blickwechsel.
Berliner Lokal-Anzeiger 29.08.1909: „Mit militärischer Pünktlichkeit ist der ‚Zeppelin III‘ heute mittag um 12 Uhr 30 Minuten über dem Tempelhofer Felde erschienen, von der Bevölkerung Groß-Berlins und Hunderttausenden von Fremden mit stürmischen Kundgebungen herzlichster Freude willkommen geheißen. Schon gegen 11 Uhr war er in Sicht gekommen; gegen 12 Uhr manöverierte er in Kreisen und Bögen noch westlich vom Tempelhofer Felde, ohne sich dem Felde erheblich zu nähern. Eine halbe Stunde später glitt der ‚Zeppelin III‘ über das Meer von Menschen, und während die Glocken der Kirchtürme läuteten, trat er die Schleifenfahrt über Berlin an, die ausgezeichnet verlief.“

300.000 Menschen sind es, die auf dem Tempelhofer Feld stehen und dem Luftschiff und Graf Zeppelin zujubeln. Diese Fahrt mit dem 136 Meter langen Zeppelin ist eine Dankesfahrt. Denn es ist auch ihr aller Zeppelin. Sie haben ihn finanziert. Wie das? Ein Jahr zuvor, 1908, war es wieder einmal zu einem schweren Zeppelinunglück gekommen. Es ist schon der 4. Zeppelin, der seine Fahrt nicht heil übersteht und inmitten der wartenden Menge explodiert. Die Geschichte des Zeppelins scheint zu Ende, bevor sie eigentlich begonnen hat. Aber es kommt anders. Ein Zuschauer hält eine emphatische Rede und überzeugt die Menschen von der Zukunft des Zeppelins, begeistert sie für weitere Versuche. Es wird eine Spendenwelle ausgelöst, jung und alt, arm und reich sind dabei. Schließlich kommen über 6 Millionen Deutsche Reichsmark zusammen, eine gigantische Summe und die größte freiwillige Spendenaktion im Kaiserreich. Die sogenannte Zeppelinspende legt die finanzielle Grundlage für die Gründung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Zeppelin-Stiftung. Das deutsche Volk finanziert seinen Traum vom Fliegen. Es ist die Begeisterung der Massen, die auch hier Geschichte schreibt. Später, im Ersten Weltkrieg, übernimmt das Militär die vorhandenen Luftschiffe, die eine entscheidende Rolle in der Kriegsführung spielen. Sie gelten als Wunderwaffe der Deutschen. Die Forschung dazu, die Voraussetzungen, hat die Masse des deutschen Volkes ermöglicht, eine Ironie der Geschichte. Das Militär setzt die Zeppeline v.a. für Aufklärungsflüge, aber auch als Bomber ein. Anders als die Flugzeuge können sie in einer Höhe außerhalb der Reichweite der feindlichen Abschussrampen fliegen. 1919, mit der deutschen Niederlage, muss das deutsche Volk seinen Traum vom Zeppelin begraben. Die Alliierten verlangen die vollständige Abrüstung des deutschen Reiches, dazu gehörten ausdrücklich die Zeppeline und die Auslieferung der Fabrik. Aktiv zerstören nun viele Soldaten „ihre“ Luftschiffe, um sie nicht herausgeben zu müssen.

Die Parallelen zwischen den beiden Ereignissen sind deutlich und vielschichtig.

Der Mythos Zeppelin wird hier in der Ausstellung zum Ausgangspunkt für Fragestellungen an die Geschichte und an das Hier und Jetzt. Vor allem aber umfasst er ganz allgemeingültige Phänomene, die in der Ausstellung auf mehreren inhaltlichen und räumlichen Ebenen hinterfragt werden: Die Begeisterungsfähigkeit, Emotionen als Handlungsauslöser, die Masseneuphorie, die Verführung durch die Technik. Ebenso die Folgen.

Für das Ausstellungsprojekt verantwortlich ist die Bonner Künstlergruppe rhein & artig. Entstanden ist ein multimediales Gesamtkunstwerk in drei Teilen. Eine Ausstellung der Gruppe, aber keine Gruppenausstellung. Nicht verschiedene Einzelpositionen zu einem Thema der dieses Mal an dem Projekt beteiligten vier Künstler sind zu sehen. Diese Künstlergruppe verfolgt einen ganz anderen Ansatz: Ihre Projekte sind immer eine echte Gemeinschaftsarbeit, von der Idee, über die Projektphase bis zur Realisierung. Ein ständiger Prozess der Entscheidungsfindung über ein halbes Jahr lang. Seit 1998 realisiert die Gruppe immer wieder großartige und auch groß dimensionierte Installationen an verschiedenen Orten in etwas unterschiedlicher Zusammensetzung, diesem Mal mit vier Künstlern. Viele aufwändige Produktionen sind bisher entstanden. Ausgangspunkt für das thematische Konzept ist dabei immer der zur Verfügung stehende Ort. Nicht als ästhetischer Raum, sondern als ein Raum mit Geschichte und einem Kontext. Auch hier im Künstlerforum hat rhein & artig schon Projekte verwirklicht. Sie thematisierten beispielsweise die Geschichte des heutigen Künstlerforums und Kunstvereins als ehemaligem Umschlagplatz für Blumen und Gemüse am Beispiel einer Bananenpflanze. Oder sie nahmen mit der Arbeit „Platzwandel“ Bezug auf den vor dem Forum liegenden Platz und seine wechselvolle Geschichte. Erst 2012 installierte die Gruppe hier unter dem Titel „Frühschwimmer“ eine Badeanstalt in Anlehnung an das gegenüberliegende Frankenbad. Vor dem Hintergrund der kommunalpolitischen Sparmaßnahmen und der Diskussion um die Schließung von Schwimmbädern und Sportstätten oder alternativ von Kultureinrichtungen, wurde das Schwimmbad als Sportstätte in einer Kultureinrichtung aufgebaut und damit das Entweder/Oder der kommunalpolitischen Vorgaben in Frage gestellt.

Waren also bisher immer der Ort und seine Kontextualisierung Grundlage für die künstlerische Fragestellung der Gruppe, so verändern sich dieses Mal die Vorzeichen. Der Raum bleibt Ort der Realisierung, Hülle der Installation, aber der inhaltliche Ausgangspunkt ist zum ersten Mal ein Thema, nicht der Ort selbst. Durch die Einbindung in das Gesamtprojekt des Landschaftverbandes Rheinland zum Ersten Weltkrieg, ist diese Arbeit erstmals durch einen ortsfremden Inhalt bestimmt. Ausgangspunkt sind also der inhaltlich vorgegebene Rahmen Erster Weltkrieg und der Raum des Künstlerforums als Ort der Realisierung.

Wie lässt sich das Thema fassen, ohne den Ersten Weltkrieg direkt zu thematisieren? Das Künstlerforum ist kein Museum, sondern ein Ort für zeitgenössische Kunst. Wie lassen sich Fragestellungen finden, die über das Historische hinausgehen und allgemeingültige, existentielle Fragen aufwerfen? So ist das geschichtliche Ereignis nur noch Anlass, grundlegende Dinge zu hinterfragen oder neue Perspektiven und Blickwinkel auf ein historisches Ereignis zu werfen. So entsteht aus der Sicht von heute und aus der Sicht von Künstlern eine Auseinandersetzung mit allgemeingültigen Phänomenen. Am Beispiel des Mythos Zeppelin werden existenzielle Fragen thematisiert, die sowohl in der Geschichte ihre Bedeutung haben, als auch den heutigen Besucher umtreiben. Die raumgreifende multimediale Installation selbst mit ihren verschiedenen Aspekten konfrontiert den Besucher dabei mit unterschiedlichen Erfahrungswelten.

ERDGESCHOSS
Ganz dominierend als Teil der Gesamtinstallation ist etwas mehr als ein Viertelkreissegment des Zeppelins in die Ausstellungshalle gebaut. Die Proportionen entsprechen mit dem Radius von 6 Metern den realen Dimensionen. Die mit Stoff bespannte Dachlattenkonstruktion ruft im Betrachter die historischen Ereignisse wach, erinnert an die faszinierenden Flugobjekte, die lautlos über den Himmel schweben und uns heute noch veranlassen, andächtig in den Himmel zu schauen. Der Blick fällt von außen auf den Zeppelin. Es gibt jedoch keinen Standpunkt, von dem die Installation vollständig zu sehen und erfassen ist. Immer verstellt uns irgendein Teil der Architektur den Blick. So erscheint er noch größer und entfaltet seine gegensätzliche Wirkung zwischen Faszination und Monstrosität.

Gleichzeitig versetzt uns diese Installation in die Zeit um 1910. Wir können uns mit dem damaligen Betrachter identifizieren, der als Teil der Masse den Traum vom Fliegen realisiert sehen will. Indem er spendet, trägt er selbst dazu bei, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Blätter mit rein typographischer Gestaltung – es handelt sich um Schlagzeilen von Zeitungen aus dem Jahr 1914 – liegen in dicken Papierstapeln an dem Rundbau neben dem Luftschiff aus. Ebenso Flugblätter mit der Aufforderung, sich finanziell zu engagieren. Es ist ein Informationspunkt, Treffpunkt, Umschlagplatz. Mit den alten Schlagzeilen reisen wir in die Zeit zurück. Einerseits. Wir setzten uns der Propagandamaschinerie aus, die uns das Geld aus der Tasche zieht. Für den Bau des Zeppelins, als Kriegsanleihe. Andererseits: denken wir vielleicht auch an die massenhaft verkauften spekulativen Geldanlagen der Banken? Oder an irgendein anderes Produkt, das im Fernsehen beworben wird? Hier am Ort sind wir Teil der Masse, eine/einer unter vielen mit dem gleichen Wunsch. Aufgesessen der Suggestion der Propaganda oder auch tief davon überzeugt, dass wir das Richtige tun.

Perspektivwechsel
Wir betreten den Zeppelin. Ein schmaler Steg führt in das Innere. Der Steg ist zu schmal, um einen Begleiter aufzunehmen; wir sind nun vollständig auf uns allein gestellt. Das Licht ist schummrig, gedämpft, der schmale Steg verlangt die volle Aufmerksamkeit, sonst droht der Absturz. Wir befinden uns gedanklich an einem unspezifischen Ort. Am Ende des Steges ist ein bewegtes, helles Bild zu sehen. Ein junger Mann kommt auf uns zu. Er geht, immer weiter, unermüdlich. Unterschiedlichste Assoziationen werden ausgelöst: Was tut er da? Wohin geht er? Ist er allein, oder nur die Vorhut? Geht er irgendwohin oder von etwas weg? Es sind Fragen, die unsere reale Existenz auf dem Steg betreffen, uns zu einer sofortigen Entscheidung zu zwingen scheinen: Sollen wir es auf eine gedankliche Konfrontation ankommen lassen, oder treten wir den Rückzug an? Gleichzeitig führen uns diese Fragen heraus aus dieser konkreten Situation. Es sind allgemeingültige Fragen existentieller Situationen. Sie verorten uns zugleich in unsere Jetztzeit, lösen Erinnerungen an vergleichbare Entscheidungskonflikte aus. Zugleich führen sie zurück in die Geschichte und stellen uns die Frage, wie wir in der jeweiligen historischen Situation reagiert hätten. Wären wir Teil der begeisterten Masse gewesen, beim Kauf der Zeppelinanleihe oder 1914, bei Kriegsausbruch, oder hätten wir einen Ausweg gesucht, versucht, eine individuelle Entscheidung zu treffen – vielleicht auch gegen jede Norm oder gar gegen das Gesetz der Wehrpflicht? Wären wir hingerannt oder hätten wir die Flucht ergriffen – damals? Wie würden wir heute in einer vergleichbaren Situation reagieren? Die aktuelle Krimkrise hat die Bedrohung wieder ein Stückchen näher gerückt und damit auch die hundert Jahre seit Ausbruch des Ersten Weltkrieg zusammenschrumpfen lassen. Der Mann auf dem Film jedenfalls ist zeitlos, nur mit langer Unterwäsche bekleidet, ohne nähere Spezifika und somit ein Symbol für unterschiedliche Lebenssituationen quer durch alle Zeiten.

OBERGESCHOSS
Quer im Raum steht ein Zaun aus vertikal montierten Holzlatten, unterteilt in einzelne Segmente. Im Kontext mit der Installation der ersten Etage wird das Thema vom Mythos Zeppelin erweitert, weitere Aspekte eröffnet. Zunächst sehen wir auf der Wand zwei kleine Bildschirme, die eine Skulptur vorzustellen zeigen. Es ist das Holzgerüst des Zeppelins, sein nacktes Gerippe, das hier als ästhetische faszinierende Konstruktion erscheint, ein Kunstwerk.

Dann Projektion einer virtuellen Landschaft. Es ist eine Kraterlandschaft mit Pfützen bzw. Seen und aufgeworfener Erde, zugleich faszinierend und erschreckend. Ohne eine konkrete Topographie darzustellen, erweckt das Foto den Eindruck von Trostlosigkeit und Leere, von Wüste, oder Verwüstung? Es sind die Folgen von Massenauftritten, die hier allgemeingültig veranschaulicht werden. Sei es die Kraterlandschaft nach den Artillerieeinschlägen an der Front, sei es die Wiese nach dem Auftritt der Massen auf dem Tempelhofer Feld. Sei es irgendeine beliebige Massenveranstaltung an einem beliebigen Ort zu einer unbestimmten Zeit. Die Folgen sind in jedem Fall zerstörerisch, allein durch die Macht der Masse, auch wenn das gar nicht in ihrer Absicht liegt.

Dann ein Spruch aus einer katholischen Kriegsbibel, die den Soldaten – in kleinem Miniaturformat - auf ihrem Weg zur Front mitgegeben wurde. Ganz eindeutig wird hier verlangt, dass der Einzelne zurücksteht, sich unterordnet unter das Wohl des ganzen Volkes, der Nation. Der patriotische Eifer wird geradezu angestachelt. Die Kirche stellt sich in den Dienst des Staates und seiner imperialistischen Ambitionen. Sie segnet die Waffen und bietet geistiges Rüstzeug zur Seelenstärkung mit Auszügen aus der Heiligen Schrift und Zitaten von Heiligen. Die Unbedingtheit der Forderung lässt uns heute eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Der Anspruch, sich zu opfern, erinnert uns heute viel eher an den propagierten Märtyrertod der Muslime im Dschihad als an die christliche Tradition. Jedenfalls werden wir aus dem Jahr 1914 unmittelbar in unsere Zeit hinein katapultiert.

Verdeckt durch den Lattenzaun sehen wir die alte Schwarz-Weiß-Fotografie der Menschenmenge vom Tempelhofer Feld im Jahr 1909. Sie ist durch den Zaun nur in einzelnen Segmenten wahrnehmbar, so verliert sie das Bedrohliche, Einschüchternde und verweist darauf, dass die Masse aus lauter Einzelnen besteht.

Ein weiteres Bild nimmt uns mit auf die Reise, eine Zeitreise und zugleich eine Reise in einen konkreten Raum. Wir schweben über Bonn und Umgebung und fühlen uns in die Gondel eines Zeppelins versetzt. Wir fühlen uns um Jahrzehnte zurückgebeamt, in die Zeit, als Filme noch in schwarz-weiß zu sehen waren. Vielleicht in die 1950er Jahre? Ein Kunstgriff, denn sofort erfolgt die Irritation: es handelt sich um die Landschaft von heute, um einen aktuellen Flug. Die Zeitsprünge finden im Kopf statt.

Ein Suchscheinwerfer leuchtet ausschnitthaft ins Dunkel hinein. Indem der Besucher auf dem Podest die erhöhte Position einnimmt, wechselt er seine Identität, schlüpft in eine andere Rolle. Wer ist er? Wonach sucht er? Vielleicht ist er der Soldat, der Wachtposten im Ersten Weltkrieg, der Aufseher auf dem Fabrikgelände von Graf Zeppelin, oder vielleicht ein Wärter in einem Gefängnis? Viele Assoziationen sind möglich.

Der Zeppelin war ein Höhepunkt in der Geschichte der deutschen Luftschifffahrt. In ihm konzentrierte sich der Traum der Massen vom Fliegen. Als Wunderwaffe im Ersten Weltkrieg war er ein Symbol des technischen Fortschritts. Und seiner Hybris. Wie die Figur des Ikarus aus der griechischen Mythologie. Endlich fähig zu fliegen, verliert er den Bezug zur Realität, wird übermütig in seinem Wunsch, der Sonne nah zu kommen, das Wachs, das seine Flügel zusammenhält schmilzt, er stürzt ab. Die technische Modernisierung, der Einsatz modernster Kriegsgeräte wie des Maschinengewehrs, der ersten Panzer, U-Boote hatte ein Massentöten zur Folge. Die Hälfte der Gefallenen starb durch Artilleriefeuer, Granaten und neue, effektive Bomben. Tausende Soldaten verloren ihr Leben durch den erstmaligen Einsatz von Giftgas. Der Zeppelin war Teil der Technisierung des Luftkampfes, der nun auch jenseits der eigentlichen Front stattfand, mit entsprechend verheerenden Folgen: insgesamt fast 20 Millionen Tote als Folge des Ersten Weltkrieges.

Punkt 19:14 – Es macht mich wahnsinnig heißt diese Ausstellung. Es gibt viele Dinge, auf die das zutreffen könnte. Die Ausstellung bietet zahlreiche Ansatzpunkte, die Zeitgeschichte, die eigene Zeit und das eigene Selbst zu hinterfragen.

Dr. Ina Ewers-Schultz